4. Spieltag
R-W Hellersdorf vs. SC Schlaff Berlin 5:2
Bericht

Schöner Fußball als Randerscheinung

 

Am Sonntag trennten sich Rot-Weiss Hellersdorf als Heimmannschaft und der SC Schlaff Berlin e.V. in einem körperbetonten, von Schiedsrichter-Entscheidungen und verbalen Auseinandersetzungen geprägten Spiel mit 5:2. Obwohl der Hellerdorfer Sieg prinzipiell in Ordnung geht, stand zum Schluss doch die einhellige Meinung, dass das Spiel einfach keinen Spaß gemacht hat. Obwohl der SC Schlaff wieder mit 15 Spielern antreten konnte, musste Verletzungsbedingt Jörg Broszeit im Tor aushelfen, was er mit seiner Erfahrung und einer souveränen, teilweise herausragenden Leistung, bravourös gemeistert hat. Vielen Dank dafür, Jörg!

 

Zu Beginn des Spiels zeigten die Spieler des SC Schlaff, was sie diese Saison noch zu selten gezeigt haben, nämlich dass sie geordnet, strukturiert guten Fußball spielen können. Trotz einiger Pöbeleien vom Rand und auf dem Platz schien sich ein schönes Spiel zu entwickeln. Hellersdorf spielte sehr körperbetont und zeigte, dass sie unbedingt gewinnen wollten, ließ sich aber unter dem Druck der Anfangsphase zu einem Foul im eigenen 16er verleiten und so konnte der SC Schlaff mit 0:1 in Führung gehen. Das Spiel wurde von nun an hektischer und Hellerdorf versuchte mit aggressivem Pressing den Rückstand wett zu machen. Leider konnte der SC Schlaff seine Ordnung nicht halten. Zunächst konnte Jörg durch einen meisterhaft gehaltenen Elfmeter zwar schlimmeres verhindern, aber kurz vor der Pause gelang Hellersdorf, durch einen zwar gut herausgespielten Angriff der Ausgleich, durch einen aber eigentlich knapp im Abseits stehenden Stürmer. Hier kann man dem Schiedsrichter aber keinen Vorwurf machen. Mit 1:1 gingen beide Mannschaften in die Kabine.

 

In der zweiten Halbzeit kippte die Stimmung nun endgültig und der Schiedsrichter, der schon in der ersten Hälfte, wenn nicht parteiisch, dann doch überfordert wirkte, hatte das Spiel immer weniger im Griff. Dem SC Schlaff gelang es nicht Ruhe in die eigenen Reihen zu bringen und Hellersdorf erspielte sich eine 2:1 Führung. Schlaff bemühte sich zwar weiterhin, gab sich nicht geschlagen und holte noch einige, leider ungenutzte Chancen heraus. Ein weiterer, völlig unberechtigter Elfmeter und ein diesmal eigentlich deutlich erkennbares Abseitstor sorgten für eine viel zu Hohe 4:1 Führung für die Heimmannschaft. Die Tatsache, dass der SC Schlaff bei diesem Spielstand noch einen Elfmeter erhielt und zum 4:2 verwandelte, zeigt die Härte mit der diese Partie geführt wurde. Das Abschließende 5:2 interessierte letztlich niemanden mehr, da von einem schönen Freizeitsport-Fußballspiel an dem alle Spaß haben, keiner mehr reden konnte.

 

Schade um die Zeit und die weite Anfahrt für die meisten. Der SC Schlaff kann auch das vierte Spiel in Folge in dieser Saison nicht gewinnen, was kein Drama wäre, wenn man wenigstens irgendwelche positiven Erfahrungen hätte mitnehmen können. Was bleibt ist der Blick nach vorne und die Erkenntnis, dass man solche Gegner nicht braucht

Benni

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