11. Spieltag
SC Schlaff Berlin vs. FF Friedenau/Ü100 4:1
Bericht
Reifeprüfung gegen Friedenau

So eine Winterpause hinterlässt ihre Spuren. Nein, selbstverständlich ist hier nicht der Bauchumfang unserer durchweg fitten Spieler gemeint. Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel musste unsere Herrenmannschaft gegen einen spielstarken Gegner antreten - die FF Friedenau. Das Spiel entwickelte sich schnell, zugegebenermaßen selbstverschuldet, zu einem Charaktertest. Und siehe da: Diesen bestanden unsere Jungs - und das eindrucksvoll souverän.
 
Zum Spiel gegen den FF Friedenau / Ü 100: Die Anfangsphase war geprägt durch individuelle Fehlern auf beiden Seiten - Stockfehler noch und nöcher, Pässe in unerreichbare Tiefen des glitischen Kunstrasens und wenig erfolgreiche Dribblings in die jeweils gegnerische Phalanx. Nichtsdestotrotz lies sich unser Team nicht verunsichern und agierte aus der neuen tiefen Ordnung. So kamen die Mannen von Friedenau spielerisch zu keinen klaren Abschlüssen. Ein individueller Fehler unserer Mannen musste herhalten, um das bis dahin ausgeglichene Spiel mit 1 zu null für Friedenau zu stellen. Für den SC Schlaff ein Weckruf, den das Team allerdings verstand. Bereits im ersten Gegenzug nach dem Rückstand konnte eine gute Einschussmöglichkeit nur auf Kosten einer Ecke geklärt werden. Die folgende Eche wurde mit einem unbändigen Kopfball, welchen Luca Toni mit Stolz erfüllt hätte, zum 1 zu 1 eingenickt. Schlaff stand nun besser, hatte einige, wenn auch nicht zwingende Möglichkeit. Dann folgte ein regelrechtes Kunstwerk des Fußballsports - nach einem langen Freistoß und Wirrwarr im 16ner von Friedenau konnte unser Goalgetter mit einer artistischen Meisterleistung, wenn auch unterstützt durch rutschige Hände des gegnerischen Torhüters, durch einen Fallrückzieher die Pausenführung erzielen.

Nach der Halbzeit demonstrierten die Schlaffis neugewonne taktische Disziplin und Geduld. Friedenau durfte den Ball in den eigenen Reihen halten, aber zu keiner Zeit in gefährliche Zonen vordringen. Einzig durch Freistösse wurde unser Schlussmann geprüft. Unser Team wiederum fuhr einige gefährliche Konter, die unser wieselflinker stürmender Außenverteidiger einmal per Kopf und einmal per sehenswerten Distanzschutz einnetzte.

So gewann der SC Schlaff, in der Gesamtschau vielleicht ein Tor zu hoch, 4 zu 1 und das aufgrund einer disziplinierten defensiven Leistung sowie einer äußerst effizienten Chancenverwertung. Eine reife Leistung!
 
Christian
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